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Aus dem Reiseköfferchen

geplaudert mit Meike Werkmeister

Hallo Meike!

Ich freue mich sehr, dass wir die Zeit gefunden haben ein wenig aus dem Reiseköfferchen zu plaudern.

Wir haben das Vergnügen, vom 18. – 24.09.2021 gemeinsam ein großartiges Schreib-Retreat im Gutshaus Lexow zu veranstalten. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf!

Und ich mich erst, liebe Melanie!

Was hat dich am Konzept des Schreib-Retreats begeistert?

Meike: Ich finde es einen wunderschönen Gedanken, etwas von dem, was mir auf dem Weg zu einer veröffentlichten Autorin geholfen hat, an andere weitergeben zu können. Ich liebe meinen Beruf und ich liebe es, mich mit anderen darüber auszutauschen. So viel Raum und Zeit in einer kleinen Gruppe dafür zu haben – an einem so wunderschönen Ort – wird bestimmt jede Menge Kreativität freisetzen und großen Spaß machen.

Davon bin ich überzeugt! Der Ort hat etwas Magisches und strahlt eine unglaubliche Ruhe aus. Genau richtig, um die Kreativität fließen zu lassen.

Unser Retreat richtet sich ja hauptsächlich an schreibbegeisterte und schreibinteressierte Anfänger.

Meike: Ja, das stimmt, wir wollen Leute ansprechen, die noch ziemlich am Anfang stehen und sich über eine Woche freuen, in der sie sich einfach mal ausprobieren können.

Der ein oder die andere bekommt möglicherweise Schweißausbrüche beim Gedanken daran, sein „Geschreibsel“ einer Bestsellerautorin vorzulesen. Ich, als Nicht-Schreiberling, habe ja schon jede meiner Fragen 85x durchgelesen und überlegt, ob ich auch alles richtig geschrieben habe.

Wie kannst du Anfängern die Angst nehmen, sich mit einer Bestseller-Autorin zu messen?

Meike: Ich empfinde die Teilnehmer und mich als eine Art Team, das gemeinsam die Freude am Schreiben feiert und sich dabei gegenseitig unterstützt. Manche von uns sind vielleicht schon etwas erfahrener, andere noch ganz neu. Das spielt keine Rolle, ich bin sicher, wir werden alle voneinander profitieren. Fest steht: Wir sind dort in einem geschützten Rahmen und werden einander wertschätzendes Feedback geben, vor dem sich niemand fürchten muss.

Was dürfen die Teilnehmer von dir lernen?

Meike: Ich werde Ihnen davon berichten, was mir beim Schreiben hilft, wie man anfängt, Ideen findet, Geschichten entwickelt und diese dann wirklich umsetzt. Dazu machen wir viele kleine und größere Übungen, und es gibt genug Raum für Fragen und Feedback und eigenes Schreiben. Mein Wunsch wäre, dass am Ende unseres Retreats für manche ein Startschuss gegeben ist, sich jetzt wirklich hinzusetzen und es mit einem eigenen Buch zu versuchen.

Ich bin überzeugt davon, dass alle Teilnehmer:innen nach dieser Woche sehr motiviert und mit einem Köfferchen voller neuer Ideen nach Hause fahren werden.

Welche Voraussetzungen sollten sie mitbringen?

Meike: Im Grunde nur eins: Sie sollten den Wunsch zu schreiben mitbringen. Ich kann ihnen einiges an Handwerk mit auf den Weg geben, aber den Drang, etwas zu erzählen, den hat man oder man hat ihn nicht.

Wo wir gerade so nett aus dem Reiseköfferchen plaudern…

Wo machst du am liebsten Urlaub?  – abgesehen von Norderney.

Meike: Ich reise wirklich gern und das wirklich überallhin. Am liebsten ans Meer mit Wellen, denn wir sind eine Surferfamilie. Wenn ich drei Sehnsuchtsorte außer Norderney nennen müsste, wären das für mich: 1. Byron Bay in Australien, 2. Samara in Costa Rica und 3. St. Ives in England. Aber ich könnte die Liste endlos verlängern, es gibt so viele schöne Orte auf der Welt.

Oh ja, das „Problem“ mit der langen Reiseliste kenne ich nur zu gut! Es gibt einfach viel zu viele schöne Fleckchen auf dieser Erde und du hast dir auch 3 besonders schöne ausgesucht.

Hattest du schon einmal einen Urlaub, bei dem wirklich so gar nichts gepasst hat?

Meike: Zum Glück noch nie. Selbst ein Urlaub mit 19, bei dem eigentlich mein damaliger Freund mitkommen sollte, der wenige Tage vorher absprang, weil er mit mir Schluss gemacht hatte, wurde auf ganz eigene Weise kostbar.

Welches Reiseziel steht auf deiner Bucket-List ganz oben und was hat dich bisher davon abgehalten?

Meike: Auch diese Liste ist endlos lang. Zuletzt konnten wir wegen der Corona-Pandemie nicht nach London und Kalifornien, das würde ich also beides gern irgendwann nachholen.

Das sind beides tolle und vor allem lohnende Reiseziele!

Wir möchten natürlich auch ein bisschen mehr über die Bestsellerautorin Meike Werkmeister erfahren.

Welche Taste an deinem PC ist am meisten abgenutzt?

Meike: Vermutlich die Löschtaste, denn ich werfe beim Schreiben ständig etwas weg und schreibe es um oder neu.

Wie viele Notizbücher hast du bei dir oder in deinen Taschen rumliegen?

Meike: Mehrere auf dem Schreibtisch, etwa zehn in der Schublade und in jeder Tasche eins.

Wie löst du eine Schreibblockade? Oder gibt’s das bei dir gar nicht?

Meike: Oh doch, ich hatte schon einige. Mir hilft, rauszugehen, etwas ganz anderes zu tun, am allerbesten: ans Meer zu fahren, zu schwimmen oder zu surfen. Für Inspiration muss man leben, das versuche ich so viel wie möglich zu tun. Ganz manchmal stellt man dabei aber auch fest, dass es die falsche Geschichte zum falschen Zeitpunkt ist. Auch das ist mir schon mehrfach passiert. In so einem Fall werfe ich dann schon mal hunderte von Seiten weg und beginne etwas ganz Neues.

Ich könnte mir vorstellen, dass einige Schreibkolleg:innen gerade erleichtert aufatmen, weil es ihnen genauso geht.

An welches Genre traust du dich gar nicht? Warum?

Meike: Ich habe manchmal Ideen für Krimis, könnte aber vermutlich nie einen schreiben, weil ich mich zu sehr fürchten würde.

Schreibst du lieber allein oder würdest du auch gemeinsam mit jemandem schreiben?

Meike: Ich treffe mich manchmal mit meiner Freundin Tessa, die auch Autorin ist, aber weit von mir weg wohnt, zu sogenannten Schreibwochen. Abends lesen wir uns dann vor, was wir geschrieben haben, das empfinde ich als sehr befruchtend.

Was machst du, wenn du nicht schreibst?

Meike: Wenn ich nicht schreibe, bin ich meistens mit meiner Familie zusammen – spiele mit meinem Sohn, koche etwas gemeinsam mit meinem Mann, gehe mit unserem Hund spazieren oder treibe mit allen gemeinsam Sport. Wenn ich mal einen Abend für mich habe, treffe ich mich am liebsten mit einer Freundin oder einem Freund zum ausgiebig reden. Und natürlich lese ich auch viel und gern.

Welchen Klassiker hast du noch nicht gelesen?

Meike: Bestimmt einige, spontan fällt mir „Das Parfüm“ von Patrick Süßkind ein.

Gibt es Parallelen zu deinem eigenen Leben in deinen Büchern?

Meike: Alle meine Figuren und Geschichten sind frei erfunden, aber natürlich spiegeln meine Bücher meine Sichtweise auf die Welt und meine Erfahrungen wider. Meine Schwester und Freundinnen, die mich schon lange kennen, erkennen manchmal in winzigen Szenen Dinge, von denen sie genau wissen, welche autobiografische Begebenheit mich zu ihnen inspiriert hat. Um ein Beispiel zu nennen: In meinem aktuellen Roman „Der Wind singt unser Lied“ erinnert meine Protagonistin Toni sich daran, wie der Hund ihrer Kindheit verstarb. Da ist eine konkrete Erinnerung an meinen ersten Hund, den ich als Kind hatte, eingeflossen. In jedem meiner Bücher stecken derartige eigene Erlebnisse und Gefühle.

Dein Debüt „Sterne sieht man nur im Dunkeln“, war ja eigentlich schon dein zweites publiziertes Buch. Ist „Nachspielzeit in Sachen Liebe“ so eine Art Geheimtipp? Wie unterscheidet es sich zu deinen Bestseller-Büchern von Inhalt und Stil? Bist du stolz darauf oder ist es dir heute eher unangenehm?

Meike: Vermutlich würde ich „Nachspielzeit in Sachen Liebe“ mit der größeren Routine und meinem Wissen von heute mittlerweile ein wenig anders schreiben, das gilt wohl für jedes Buch, das etwas zurückliegt, schließlich entwickelt man sich mit jedem Buch weiter. Trotzdem liebe ich dieses erste noch immer sehr und finde, es ist richtig gut gelungen. Um es mit bekannten Filmtiteln zu beschreiben: Vom Stil und Inhalt her ist diese erste veröffentlichte Geschichte von mir vielleicht ein wenig mehr „Der Teufel trägt Prada“, während meine drei Goldmann-Romane eher „Before Sunrise“ sind.

Am 11.06.2021 startet nun, pandemiebedingt mit 1 Jahr Verspätung, die Fußball Europameisterschaft. Dich als Fußball Fan muss ich natürlich nach deiner Einschätzung fragen:

Wer wird Fußball Europameister und wer ist dein Lieblingsspieler?

Meike: Mein Lieblingsspieler ist und bleibt Miroslav Klose, auch wenn er nicht mehr aktiv spielt. Ich mag seine bescheidene, bodenständige Art und seinen leisen Humor – und er war der ultimative Teamplayer. Aus dem aktiven deutschen Kader mag ich daher gern Ilkay Gündogan, da er über ähnliche Qualitäten verfügt. Wer Europameister wird, finde ich super schwer zu sagen, aber ich würde es zum Beispiel Belgien oder England wünschen – abgesehen von den Deutschen natürlich.

Hoffen wir auf ein spannendes Turnier und drücken dem deutschen Team die Daumen!

Ganz lieben Dank dafür, dass du dir die Zeit für unsere Plauderei genommen hast!

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