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Die Anti-Pack

Liste

Antipack-Liste oder wie ich es hoffentlich schaffe, ohne zusätzlichen (neuen) Koffer aus dem Urlaub nach Hause zu kommen.

Habt ihr auch immer ein gequältes Grimassen-Lächeln im Gesicht, damit die Dame am Check-In nicht merkt, dass ihr die größte Mühe habt, aufrecht zu stehen, weil euer neuer Rucksack so schwer ist, dass er eigentlich nicht mehr als Handgepäck durchgeht? Und habt ihr euren Koffer auch nicht mehr ohne Hilfe vom Gepäckband bekommen? Vom Einsteigen in den Zug sprechen wir erst gar nicht. Warum gibt es hier eigentlich noch keine Rolltreppen? das wäre doch zumindest reisefreundlicher!  Aber gut, das ist ein ganz anderes Thema.

Nehmt ihr euch deswegen auch immer vor, beim nächsten Mal nicht mehr so viel einzupacken…und schafft es dann doch nicht?

Eigentlich gibt es ja kein Richtig oder Falsch beim Packen. Es gibt nur zu viel oder zu wenig oder unpassend (wer braucht schon einen Sarong, wenn er eine Trekkingtour macht, nur weil unterwegs eine kleine Badepfütze kommt?). Die nachfolgenden Punkte sind also nur als Anregung zu betrachten:

Klamotten und Schuhe für jeden möglichen und noch so unmöglichen Anlass.

Klar, man kann immer mal spontan zu einer Gala oder der Vanity Fair Oscar Party eingeladen werden und benötigt dann ein passendes Abendkleid inklusive Glitzer High Heels. Wer möchte auf dem roten Teppich keine gute Figur machen? Wenn wir uns mal an die letzten Urlaube zurückerinnern wollen…eben! Das passiert eher niemals! Ein hübsches Kleid, das nicht zu casual und nicht zu overdressed ist, reicht völlig. Nude-farbene Pumps oder Wegdes haben zwei unschlagbare Vorteile: sie passen zu wirklich allem und sie machen uns optisch größer und schlanker.

Wir brauchen für 21 Reisetage auch keine 21 Oberteile für tagsüber, 21 Oberteile für den abendlichen Restaurantbesuch und 21 Oberteile für die Clubs, die wir nach dem Essen besuchen. Ihr ahnt es: wir brauchen auch keine 21 Paar Schuhe für die eben genannten Anlässe. Man hat doch trotz der mitgeschleppten Auswahl immer seine Lieblingsteile, die sehr viel öfters zum Einsatz kommen, als man das vor der Abreise geplant hatte. Warum sind wir nicht mal mutig und lassen die anderen Teile direkt schon zu Hause? Abgesehen davon finden wir in den schicken Trend-Boutiquen immer wieder Klamotten, denen wir nicht widerstehen können und die wir ja schon immer haben wollten. Wir kaufen ja nicht ohne Grund im Laufe der Reise entweder einen größeren Rucksack fürs Handgepäck oder gar einen weiteren Koffer. Irgendjemand in der Familie oder im Freundeskreis wollte bestimmt schon sehr lange unbedingt mal einen neuen Koffer, der direkt vom anderen Ende der Welt eingeflogen wird. Immerhin würde das gute Stück dann auch gleich auf Qualität und Funktionalität geprüft. Win-Win. 😊

Fön, Lockenstab, Glätteisen

Auch wenn er noch so klein ist, der zusammenklappbare Reisefön ist sperrig und nimmt nur unnötig Platz weg. Wenn wir nicht gerade eine Campingtour durch den Hindukusch machen, ist er auch vollkommen unnötig. Andererseits, wo soll man den Fön denn mitten im Hindukusch einstecken?

In den allermeisten Hotels zählt ein Fön inzwischen zur Badezimmergrundausstattung oder kann an der Rezeption ausgeliehen werden.

Eure Haare freuen sich auch über Urlaub, also lasst doch den Lockenstab und/oder das Glätteisen mal zu Hause. Seid wild und spontan und probiert einfach mal einen neuen Style aus.

Beauty Case

Natürlich brauchen wir zu unseren 21 (aber eigentlich ja 63) Oberteilen auch noch die passenden Lidschatten, Eyeliner, Mascara, Lippenstifte, Bronzer, Concealer, Primer, Puder, Blush, Foundation und und und. Außerdem gibt es das ja schließlich auch in Face Paletten und in Reisegrößen. Die Kosmetiktasche wird aber auch bei 63 Reisegrößen recht unhandlich und voll! Abgesehen davon, reist doch in Zeiten von lässigen Rucksäcken keiner mehr mit einem Beauty Case.

Wer schon einmal in tropischem Klima oder Ländern mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit unterwegs war, verzichtet freiwillig auf seinen Kosmetikkoffer. Fleckiges Make-Up und Panda Augen mögen ja vielleicht Gigi Hadid oder Claudia Schiffer (für die älteren unter uns) stehen, aber nicht uns weltenbummelnden Schönheiten. Abgesehen davon, freut sich unsere Haut auch auf ein bisschen Durchatmen und Erholung. Unsere neugewonnene Urlaubsbräune oder zumindest die sprießenden Sommersprossen wollen wir doch auch voller Stolz der touristischen Welt präsentieren.

Pflegeprodukte

Gehört ihr auch zu den Reisenden, die vor Abreise extra noch durch den Drogeriemarkt springen und sich freuen, wenn euer Lieblingsprodukt nun 20% mehr Inhalt bietet? Das macht die Flasche zum einen größer und zum anderen auch schwerer. Es lohnt sich durchaus, einen Abstecher in die Reihe mit den Reisegrößen zu machen und sich hier einzudecken. Die Wilden unter uns kaufen diese Produkte einfach doppelt. Einmal für die Inflight Bag und einmal für die Badetasche im Koffer. Oder ihr nutzt einfach ein multifunktionales Produkt, welches zum Duschen, Wäschewaschen und Zähneputzen genutzt werden kann und dabei sogar noch vollständig biologisch abbaubar auf pflanzlicher Basis ist.

Wenn wir nicht gerade wieder einmal im Hinterland von Timbuktu sind, können wir uns mit Sicherheit auch in einer örtlichen Drogerie noch mit Nachschub versorgen. Und mal ganz ehrlich, wer ist nicht auf der Suche nach Shampoo, Duschgel oder Bodylotion die man zu Hause noch nirgends entdeckt hat, nur um sie dann anschließend ganz stolz seinen Freundinnen zu präsentieren?

Bargeld und Schmuck

Natürlich wollen wir unsere 21 Cluboutfits auch mit den passenden Accessoires in Szene setzen. Behaltet allerdings im Hinterkopf, dass nur ein Handgepäckstück mit an Bord genommen werden darf und hier erinnern wir uns an das Beauty Case. Wie Coco Chanel schon wusste: „Minimalismus ist der Schlüssel zu wahrer Eleganz“. Viel BlingBling ist schließlich auch DIE Einladung für alle Langfinger. Lasst heißgeliebten exklusiven Schmuckstücke also lieber zu Hause, es wäre doch eine Katastrophe, wenn ihr nach eurer Rückkehr die Flaggen auf Halbmast setzen müsstet.

Gleiches gilt auch für Bargeld. Es schadet nicht, schon einen kleinen Betrag in der Landeswährung bei sich zu haben. Man möchte sich vielleicht direkt schon nach der Ankunft etwas zu Trinken kaufen. Man muss aber nicht seine komplette Reisekasse in Bar dabei haben…am besten noch in einem Money Belt, mit dem man sich dann auch noch auffallend unauffällig und unsicher durch die Straßen bewegt. Nimmt der Langfinger das gebotene Sonderangebot an, ist mit einem Mal alles weg. Kreditkarten werden so gut wie überall auf der Welt akzeptiert und man kann sich an den Geldautomaten Bargeld abheben.  Wer sich oder den Langfingern nicht traut, kann sich für die Reise auch eine Prepaid Kreditkarte anschaffen. Eine weitere Möglichkeit den Überblick nicht zu verlieren ist, sich seine Ausgaben am Ende des Tages immer aufzuschreiben. Böse Überraschungen bleiben so weitestgehend aus.

Regenschirm

In bisher wirklich jedem Urlaub oder auch Städtetrip bin ich mindestens einmal bis auf die Haut nass geworden. Für meine vor Ort spontan gekauften Schirme müsste ich schon fast eine kleine Lagerhalle anmieten, weil mit den Jahren doch einiges zusammengekommen ist. Trotzdem nehme ich nicht mal einen klitzekleinen Regenschirm mit. Klar, man kann ihn wunderbar zwischen ein paar Klamotten oder Schuhen noch unterbringen, aber den Platz im Koffer kann man doch anderweitig viel besser nutzen. Und mal ganz ehrlich, würde man Jahre später immer noch über einen legendären Trip sprechen, bei dem man unverhofft in einen Wolkenbruch kam, knietief im Wasser durch die Straßen der Stadt watete, es weit und breit keinen Unterschlupf gab, geschweige denn irgendetwas was auch nur entfernt wie ein Schirm aussah und selbst die vorbeifahrenden Taxen sich weigerten, einen mitzunehmen, weil man die mit plastikbezogenen Rückbänke volltropfen würde? Abgesehen davon, sieht der Schirm doch selten bis nie mehr als das Innenleben vom Koffer. Sollte man vor verlassen des Hotels feststellen, dass es regnet, kann man inzwischen in fast jedem Hotel auch Schirme leihen.

Foto/Kamera

Hobbyfotografen, die ihre Spiegelreflexkamera inklusive diversen Objektiven, schon 8 – 10 Stunden auf der Suche nach den allerbesten und natürlich geheimsten Fotospots durch die Häuserschluchten von New York City geschleppt haben, werden das Projekt beim nächsten Trip möglicherweise nochmals überdenken. Oder aber sie finden einen guten Weg, die Ausrüstung den Reisepartner schleppen zu lassen (Exklusivtip ). Die Technikaffinen unter uns werden nun anmerken, dass die neueste Generation der Smartphones mittlerweile sehr gute und gestochen scharfe Bilder macht und man außerdem auch noch Objektive dafür bekommt. Und klar, es gibt natürlich auch noch Digitalkameras…

Wenn man nur Schnappschüsse macht, ist das Smartphone absolut ausreichend. Möchte man aber richtig schöne Bilder von Land und Leuten, von atemberaubender Natur, von einem über sich kreisenden Condor am Aconcagua oder spielenden Walen vor der Küste Australiens machen, lohnt es sich doch, rote Striemen auf den Schulterblättern in Kauf zu nehmen. Wäre, nebenbei gesagt, ein guter Grund sich abends noch eine Massage zu gönnen.

Reiseapotheke

Gehört ihr auch zu den Leuten, die immer und überall gerne auf alles vorbereitet sein wollen und Überraschungen hassen? Meine erste Reiseapotheke war größer als mein Koffer. Die glänzenden Augen des Apothekers werde ich auch nicht mehr vergessen…Das Ende vom Lied war, dass eigentlich komplett alles im Müll gelandet ist. Das Mindesthaltbarkeitsdatum war schneller durch als meine möglichen Wehwehchen. Natürlich müssen verschreibungspflichtige Medikamente, die ihr regelmäßig einnehmen müsst, mit ins Reisegepäck. Bei Flugreisen sollten sie sogar unbedingt ins Handgepäck! Ansonsten sind ein Schmerzmittel, etwas gegen Magenbeschwerden und Pflaster ausreichend. Apotheken und Ärzte gibt es schließlich überall und mit landestypischen Krankheiten kennen die sich eh besser aus als der heimische Apotheker. Mückensprays und Sonnenmilch kauft man auch besser im Zielland. Was der deutschen Mücke nicht schmeckt, muss nicht unbedingt für ihre internationalen Kollegen gelten.

Reiseführer und Bücher

Es geht nichts über das Gefühl in einem Buch blättern zu können. Manche sind sogar so wild, dass sie interessante Stellen mit Leuchtstift markieren oder Eselsohren in die spannendsten Seiten machen. Bücher sind ja inzwischen irgendwie auch ein bisschen retro und damit ja auch schon wieder cool! Aber leider wiegen sie eben auch…und mit nur einem Buch kommt man ja auch nirgendwo hin. Mit dem E-Book Reader kann man also gleich eine ganze Bibliothek mit in den Urlaub nehmen, spart dabei auch noch Gewicht und Platz im Koffer bzw. im Handgepäck. Auch 5 – 10 cm dicke Reiseführer braucht vor Ort kein Mensch mehr. Die wenigsten laufen damit durch das Land. Ohne Reiseführer ist es doch eigentlich viel spannender! Man lässt sich treiben, kommt vielleicht mit Einheimischen ins Gespräch und entdeckt selbst aufregende Orte und nicht überlaufene Hotspots.

Wo auch immer eure nächste Reise hingeht…die Welt ist schön, schaut sie euch an! Und lasst uns gerne an eurem Abenteuer teilhaben!

P & S don´t forget to sparkle

Die Liste hat natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

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