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Flitter

Wochen

Was beim Yoga die Schlussentspannung Shavasana ist, sind bei einer Hochzeit die Flitterwochen. Endlich fällt der ganze Stress und die Anspannung ab und man kann zum gemütlichen Teil übergehen.

Wusstest du, dass die Flitterwochen mit zu den ältesten Bräuchen rund um die Eheschließung gehören?

Unter dem Begriff „Flittern“ verstand man früher „liebkosen“ oder „flüstern“. Er stammt aus einer Zeit, in der sich Paare vor der Hochzeit noch kaum kannten. Sie nutzen daher die Flitterwochen, um sich richtig kennenzulernen.

Waren Anfang des 19. Jahrhunderts noch Ziele wie Italien oder Frankreich en vogue, stehen heute Fernreisen hoch im Kurs. Man gönnt sich etwas ganz besonderes, vielleicht sogar luxeriöses, denn es ist ja nicht irgendein Urlaub! Die Flitterwochen werden immer als Start in das gemeinsame Leben in Erinnerungen bleiben.

Eines sollte man dennoch nicht vergessen: DIE perfekten Flitterwochen gibt es nicht!

Mit ein bisschen Vorbereitung werdet ihr aber die für EUCH perfekten Flitterwochen genießen können.

Was sagt die Reisekasse?

Das zur Verfügung stehende Kleingeld ist natürlich ein entscheidender Faktor. Liegt das Traumziel im Budget? Solltet ihr die Reisezeit verkürzen, damit ihr euch das Ziel leisten könnt? Sucht ihr lieber eine günstigere Alternative? Flieget ihr nicht direkt nach dem großen Tag und spart etwas länger?

Anreise

Fliegen, mit dem eigenen Auto anreisen, einen VW Bulli mieten oder mit dem Schiff reisen?

Auch hier gibt es unzählige Möglichkeiten.

Reisestil

Stadt oder Land?

Strand oder Abenteuer?

Grand Hotel oder Campingplatz?

Berge oder Meer?

Passende Reisezeit

Damit aus dem Honeymoon kein Honeystorm wird, solltest du dich vorab unbedingt nach der passenden Reisezeit erkundigen! Berücksichtige zum Beispiel die folgenden Faktoren:

  • Hurrikan Saison

Die offizielle Hurrikan Saison geht in der Karibik von 01. Juni bis 30. November.

  • Regenzeit

Um in der Karibik zu bleiben:  die Regenzeit geht von Mai – Oktober.

Die Regenzeit muss übrigens nicht zwingend ein Ausschlusskriterium sein. Meistens sind es kurze, heftige Schauer und wenige Minuten später kann man wieder entspannt in der Sonne liegen.  Während der Regenzeit sind die Hotels günstiger und die Strände leerer, allerdings können die Mücken zu einer Plage werden. 

  • Entgegengesetzte Jahreszeiten

Schwebt dir ein Ziel auf der südlichen Halbkugel vor, solltest du die entgegengesetzten Jahreszeiten berücksichtigen! Während wir Schneemänner bauen, liegen sie in Australien oder Südamerika am Strand.

  • Hochsaison

Die Zeitfenster für die perfekte Reisezeit sind meistens sehr schmal, was natürlich dafür sorgt, dass alle zu dieser Zeit reisen wollen und es vor Ort dann entsprechend sehr voll sein kann. Möchte man keinen reinen Badeurlaub machen, kann man die südliche Hemisphäre auch super im Frühjahr (Oktober – Mitte Dezember), Herbst (März – Mai) oder sogar im Winter (Juni – August) bereisen. 

Reisedauer

Die Reisedauer hängt auch mit dem Reiseziel zusammen. Es macht schließlich wenig Sinn, für 1 Woche ans andere Ende der Welt zu fliegen. Fährt man ganz nostalgisch nach Paris, Rom oder Venedig, sind 5-7 Tage durchaus ausreichend. Flitterwochen unter 1 Woche nennt man übrigens Midi Moon.

Ich möchte hier ein paar Flitterwochen Klassiker vorstellen.

Malediven

Romantische Sonnenuntergänge, weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser, eine atemberaubende Unterwasserwelt und eine exotische Landschaft. Die rund 19 Atolle des Inselstaates sind nach wie vor etwas Besonderes. Viele Hotels liegen auf Privatinseln und sind nur mit dem Boot oder per Wasserflugzeug erreichbar. Am hoteleigenen Privatstrand kann man sich wunderbar von den Strapazen der Anreise erholen. Die Malediven sind ein Paradies für Taucher, Wassersportler und Sonnenanbeter.

Wusstest du, dass Malé mit seiner Größe von nicht mal 6 km² die kleinste Hauptstadt der Welt ist?

Die ideale Reisezeit für einen Badeurlaub ist zwischen Dezember und April. Zur Monsunzeit von Juni bis August gibt es die günstigsten Angebote.

Seychellen

Östlich von Afrika, mitten im indischen Ozean, liegen die 115 Inseln des Inselstaats Seychellen.

Bilderbuchstrände, türkisblaues Wasser, wunderschöne Naturschutzgebiete, Nationalparks, historische Gebäude aus der Kolonialzeit und kreolische Küche erwarten einem auf diesem Inselparadies. Auf Mahé, LaDigue und Praslin leben rund 90 % der rund 98.500 Einwohner und dennoch findet man auch hier noch menschenleere Strände. Auf vielen anderen Inseln findet man tatsächlich ein unberührtes Paradies vor. Bekannt sind die Seychellen auch für ihre Riesenschildkröten. Auch wenn man sie überall antreffen kann, ist Curieuse Island doch als Schildkröteninsel bekannt. Hier gibt es eine Aufzuchtstation wo man allerlei Wissenswertes erfahren kann.

Die Seychellen können übrigens ganzjährig bereist werden.

Bahamas

Spontan fallen mir als erstes die schwimmenden Schweine und das Atlantis Resort ein. Dabei haben die Bahamas weit mehr zu bieten. Der Inselstaat im Atlantik besteht aus mehr als 700 Inseln und 2.500 Cays. Er liegt südöstlich der USA und nordöstlich von Kuba. Dank des gut ausgebauten Luft- und Seeverkehrs kann man bequem von Insel zu Insel kommen. New Providence, Grand Bahama, Exumas und Paradise Island sind wohl die bekanntesten und auch beliebtesten Inseln.

Auf den Bahamas gibt es bunte Häuser, karibische Lebensfreude, Puderzucker Strände, eine unglaubliche Unterwasserwelt und eben schwimmende Schweine. Der perfekte Mix aus Sightseeing und Relaxen.

Das Atlantis Resort ist übrigens nicht nur das größte Resort der Bahamas, es beherbergt auch noch das größte Meeresaquarium der Welt und ein riesiges Casino!

Bora-Bora

Wer in diesem Südsee Paradies flittern möchte, muss ordentlich Sitzfleisch mitbringen…und sein Reisesparschwein plündern! Mindestens 24 Stunden sollte man für die Anreise einplanen um live zu sehen, was man sonst nur von Fototapeten kennt.

Französisch-Polynesien besteht aus insgesamt 118 Inseln und liegt zwischen Australien und Mittelamerika im südlichen Pazifik. Der internationale Flughafen Papeete liegt auf der Hauptinsel Tahiti, Bora-Bora liegt ca. 50 Flugminuten entfernt.

Mit 9km Länge und 5km Breite ist Bora-Bora recht schnell entdeckt. Die Rundfahrt auf der Ringstraße ist nach gerade mal einer  Stunde schon beendet und dennoch sollte man sich das Erlebnis nicht entgehen lassen. Am besten nimmt man den Bus oder mietet sich ein Fahrrad. Palmen, schneeweiße Sandstrände, blaue Lagunen, Korallenriffe, Regenwald und tolle Gebirgszüge, Bora-Bora steckt voller Überraschungen.  Weniger bekannt, aber nicht weniger schön, sind auch die Nachbarinseln Maupiti, Moorea oder Raiatea.

Die beste Zeit um zu flittern ist zwischen Mai – Oktober

An den folgenden Destinationen lässt es sich auch super flittern!

Botswana

Als eines der am besten gehüteten Geheimnisse Afrikas, konnte sich das größte Binnendelta der Welt seinen natürlichen Charm bewahren. Flitterwochen in Botswana bedeuten vor allem eins: eine gigantische Artenvielfalt und Natur pur.

Botswana grenzt im Norden und Westen an Namibia, im Nordosten an Sambia und Simbabwe sowie im Südosten und Süden an Südafrika. 38% der Landesfläche entfallen auf Wildreservate, National Parks und Schutzgebiete in denen die Tiere in freier Wildbahn leben können.  Die Kalahari Wüste mit Staub, Sand und Stein soweit das Auge reicht und das Okawangodelta mit seinen Flussläufen, Sümpfen und Waldläufen, sind ein Muss. Nirgendwo gibt es mehr Tiere zu sehen! Nashörner, Flamingos, Flusspferde, Krokodile, Zebras, Büffel, Antilopenherden, Giraffen und Elefanten. Es ist keine Seltenheit, hier die sog. „big five“ (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) vor die Linse zu kriegen.

Die beste Flitterwochenzeit für Botswana ist September bis November.

Nicaragua

Nicaragua dürfte bei den wenigsten Paaren auf der Liste der möglichen Flitterziele stehen.

Das mittelamerikanische Land grenzt im Süden an Costa Rica, im Norden an Honduras und bietet eine einzigartige Vielfalt. Wild und ursprünglich, tropische Regenwälder, aktive Vulkane, auf denen man sogar surfen kann, Surfer Hotspots an der Pazifikküste, karibische Strände, koloniale Städte und lebensfrohe Einwohner. Nicaragua ist perfekt für aktive Abenteuerurlauber und alle, die mit einer frischen Kokosnuss an einem weißen, ursprünglichen Karibikstrand liegen möchten.

Karibik Feeling pur versprechen vor allem die vorgelagerten Corn Inseln mit einsamen weißen Stränden und türkisfarbenem Wasser.

Oman

Der Wüstenstaat liegt im Osten der arabischen Halbinsel. Die meisten verbinden den Oman vermutlich mit menschenleeren Wüsten und Wadis (Ein Wadi ist ein Tal oder Flusslauf, der häufig erst nach starken oder länger anhaltenden Regenfällen vorübergehend Wasser führt). Dabei hat das Sultanat weit mehr zu bieten:

orientalisches Flair, exotische Tierwelten, arabischer Kaffee und traditionelle Märkte, dazu kilometerlange Strände und smaragdgrünes Meer.

In den Gassen der Hauptstadt Maskat geht es vorbei an traditionellen arabischen Ständen. Der Duft von exotischen Gewürzen liegt in der Luft. Feilschen ist auch hier Bestandteil der Kultur, also vergesst beim Souvenirkauf nicht zu handeln!

Die Sultan-Qabus-Moschee zählt zu den größten Moscheen der Welt und ist ein beeindruckendes Gebäude. Das imposante Bauwerk kann täglich zwischen 8 – 11 Uhr (außer zum Freitagsgebet) kostenlos besichtigt werden. Der Besuch lohnt sich!

In Salalah gibt es neben Mango- und Weihrauchbäume, Wasserfälle und endlos lange, paradiesische Strände.

Eine Nacht in der Wüste sorgt für die extra Portion Abenteuer. Bei einem romantischen Sonnenuntergang, unter freiem Sternenhimmel mit orientalischer Musik im Hintergrund, fühlt man sich wie in einem Traum aus 1001 Nacht.

Die optimale Zeit um in den Oman zu reisen ist von Dezember bis März.

Kap Verden

Die Kapverdischen Inseln sind ein Archipel aus fünfzehn Inseln im Atlantik, von denen neun bewohnt sind. Diese neun bewohnten Inseln könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf Boaviste, Maio und Sal sind flache Wüstenlandschaften, weiße Sandstrände sowie Palmen und Akazien vorherrschend. Auf Brava, Fogo, Santo Antão, São Nicolao, São Vicente und Santiago hingegen, findet man Vulkane und zerklüftete Gebirgszüge mit Zitrus-, Mango- und Bananenbäumen vor und in den Tälern wachsen Lavendel, Rosmarin, Agaven und Zuckerrohr.

Für Taucher und Freunde der Meeresbewohner sind die Kapverdischen Inseln ein Paradis. Traumhaft schöne Korallenriffe wollen entdeckt werden. Außerdem kann man Meeresschildkröten, Seesterne, Krebse und Muscheln beobachten. Vor den Steilküsten von Fogo sieht man häufig Delfine, Tigerhaie und Grau- und Pottwale.

Die Inseln bieten facettenreiche Landschaften, farbenfrohe Häuser, kleine Gässchen, bunte Märkte und koloniale Bauten. Der perfekte Mix aus Strand- und Aktivurlaub.

Die Kapverdischen Inseln werden auch „Inseln des ewigen Sommers“ genannt und sind somit ein Ganzjahresziel.

Island

Wusstest du, dass Island die größte Vulkaninsel der Welt und das westlichste Land Europas ist?

Denkt man an Island fallen einem als erstes Nordlichter, Gletscher, Feen und Fabelwesen, gigantische Wasserfälle und Geysire ein. Und natürlich Vulkane! Der Vulkan Eyjafjallajökull wurde 2010 weltberühmt, als er nach einem Ausbruch dank der kilometerhohen Staub- und Aschewolke den kompletten Luftverkehr lahmlegte. Wenn du auf Abenteuer- und Natururlaub stehst, bist du auf Island genau richtig! Mehr Naturspektakel geht fast nicht.

Auf der Insel gibt es über 30 Gletscher und unter jedem brodelt unglaublicherweise ein aktiver Vulkan. Fire & Ice! Ausgerüstet mit Spikes, Pickel, einem Klettergurt und natürlich einem Guide, habt ihr die Möglichkeit einen der Gletscher zu besteigen. Das ist zwar nicht unbedingt ein Spaziergang, aber die Mühe lohnt sich, denn der Ausblick ist der Wahnsinn!

Nach einem ereignisreichen Tag mitten in der Natur kann man in einer heißen Quelle bestens entspannen. Die bekannteste ist wohl die „Blue Lagoon“ und auch wenn sie die Touristischte ist, sollte man sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Reykjavik ist übrigens nicht nur die Hauptstadt und größte Stadt Islands, sie ist auch für ihr aktives Nachtleben bekannt.

Island kann zu jeder Jahreszeit gut bereist werden, die Hauptreisezeit sind jedoch die Sommermonate von Juni bis August.

Venedig

Venedig ist zwar auch ein klassiger, aber einfach auch super romantisch!

Der historische Stadtkern verteilt sich auf mehr als 100 Inseln und wird von zahlreichen Wasserstraßen und Kanälen und 400 Brücken durchzogen. Eine Gondelfahrt ist für Honeymooner quasi ein Muss. Die Legende besagt: Küsst sich ein Pärchen unter der Seufzerbrücke bei Sonnenuntergang, wird die Liebe ewig halten.

Venedig ist reich an Traditionen, Charm und Geschichte. Adelspaläste, verspielte Kuppeln, Wassertaxen und natürlich Gondeln prägen das Stadtbild. Der Markusplatz gilt als einer der schönsten Plätze Europas und ist ein idealer Ausgangsort um durch die Gassen zu flanieren. Wo früher Gewürze und Luxuswaren per Schiff ankamen, tummeln sich heute Touristen aus aller Welt.

Natürlich kommt auch Dolce Vita nicht zu kurz! Die venezianische Küche ist bekannt für ihre Fischgerichte und Tramezzini.

Wer auf Sonne, Strand und Meer nicht verzichten mag, kann in Lido di Venezia eine kleine Auszeit genießen. Auf der schmalen Insel, die sich in der Lagune von Venedig befindet, könnt ihr euch an den Strand legen und die Seele baumeln lassen.

Mein wichtigster Tipp: bleibt euch und euren Reisevorlieben auch in den Flitterwochen treu. So werdet ihr eine tolle Zeit haben, an die ihr euch gerne zurückerinnert!

Scheut euch nicht, bei der Reisebuchung anzugeben, dass ihr flittert. Oft gibt es dann ein Goodie vom Hotel oder der Fluggesellschaft.